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Erkrankungen

Autoinflammation - was ist das?

Eine Autoinflammation beschreibt die Selbst (auto) auftretenden, entzündlichen (inflammation) Vorgänge im Körper, die diverse Entzündungsreaktionen im Körper eines Betroffenen auslösen können.

Meist ist das angeborene Immunsystem das Problem, da es bei einem Schub hochfährt und so reagiert, wie es das auch bei einem Erreger tun würde. Nur das in diesem Fall gar kein Erreger dafür verantwortlich ist.

Autoinflammatorische Erkrankungen sind das "Gegenteil" von Autoimmunerkrankungen, bei denen meist das erworbene Immunsystem eine Rolle spielt und dabei den Körper auch aktiv angreift. Die Übergänge zwischen Autoimmun und Autoinflammatorisch sind dabei jedoch fließend und nicht immer genau abzugrenzen.

Die autoinflammatorischen Erkrankungen sind genetisch bedingt, d.h. sie sind nicht ansteckend, aber über die Vererbung auch an die eigenen Kinder weitergebbar.

Sie verlaufen i.d.R. in Schüben, die unterschiedlich lang sein können. Es gibt zwar zu einigen autoinflammatorischen Erkrankungen typische Symptome, jedoch muss dies nicht bei jedem Betroffenen so sein. Obwohl zwei Personen die gleiche Erkrankungen haben können, müssen sie nicht auch die gleichen Symptome zeigen.

Da bei autoinflammatorischen Erkrankungen oft auch Fieberschübe auftreten, wird diese Erkrankung oft nicht erkannt und die Betroffenen durchleben oft eine jahrzehntelange Odyssee bei verschiedensten Ärzten.

Für einige autoinflammatorische Erkrankungen gibt es Arzneimittel, die einen schweren Verlauf unterdrücken oder die Schübe mildern können. Zudem kann jeder einzelne Betroffene durch die Reduktion von externen Einflüssen, Stress etc. den Verlauf und die Schubanzahl verbessern.

Bislang gibt es für autoinflammatorische Erkrankungen kein Heilmittel. Hoffnungen bietet die CRISP Technologie, um Gensequenzen gezielt austauschen zu können, jedoch ist dies bei Weitem noch nicht so fortgeschritten.

Autoimmun vs. Autoinflammatorisch

  • Bei einer Autoimmunerkrankung ist oft das erlernte Immunsystem betroffen. Als Konsequenz greift es den Körper an uns schadet diesem dabei auch. So kommt es bei Autoimmunerkrankungen auch oft zu Schädigungen, z.B. der Gelenke (Arthrose), der Nerven oder der Muskulatur. Immunstimulierende Präparate wie Echinacin sollten bei Autoimmunerkrankungen nicht genommen werden (im Zweifel mit dem Arzt klären).

  • Bei einer Autoinflammatorischen Erkrankung ist in der Regel das angeborene Immunsystem betroffen. Der Körperzeigt dabei ebenfalls die typischen Entzündungsreaktionen, wie Rötung, Schwellung und Schmerzen. Diese Symptome verursachen dann jedoch keine Schädigungen am Gewebe oder am Knochen, so dass zwar Entzündungen etc. vorhanden sind, es aber in der Regel nicht zu z.B. Arthrose oder anderen degenerativen Veränderungen kommt. Immunsystemunterstützende Präparate wie Vitamin C oder Echinacin dürfen bei autoinflammatorischen Erkrankungen eingenommen werden (im Zweifel mit dem Arzt klären).

Symptome bei autoinflammatorischen Erkrankungen

Bei vielen autoinflammatorischen Erkrankungen ist Fieber eines der größten Leitsymptome, was eine Entdeckung sehr schwierig macht. Hinzu kommt, dass jedes der hier aufgeführten Symptome in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit vorkommen kann, aber nicht muss.

Dabei kann es auch vorkommen, dass bestimmte Symptome, auch wenn sie sonst häufig sind, gar nicht vorkommen müssen.

Eine Beurteilung, ob es sich um eine autoinflammatorische Erkrankung handelt, sollte daher immer anhand aller auftretenden Symptome und unter Zuhilfenahme von Laborparametern und der Vorstellung bei einem Facharzt erfolgen.

Eine List möglicher Symptome finden sie hier, die häufigsten Symptome rechts in den Bildern.

    Leitsymptome

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